Wenn junge Paare sich dazu entschließen, Kinder zu bekommen oder Familien mit Kindern überlegen, aus beruflichen Gründen beispielsweise in die Region Wetzlar zu ziehen, dann gibt es viele Faktoren, die für die Attraktivität einer Stadt sprechen. Dazu gehören das schulische Angebot, das kulturelle Angebot, das Arbeitsplatzangebot und vieles andere mehr. Wetzlar hat viel zu bieten. Aber dazu gehört auch ein Angebot, um gerade kleinen Kindern einen Kindergartenplatz vorzuhalten. Manche Eltern möchten ihre Kinder die ersten drei Jahre lieber zu Hause betreuen. Andere möchten oder können dies nicht. Die Wahlfreiheit ist wichtig. Deshalb muss man, so CDU-Stadtverordneter Dennis Schneiderat, alles daransetzen, die Kinderbetreuung zukunftssicher aufzustellen. Aus Sicht der CDU-Fraktion Wetzlar braucht man dazu einen bedarfsgerechten Ausbau qualitativ hochwertiger Betreuungsangebote. Dazu gehören flexible Öffnungszeiten der Betreuungseinrichtungen und der Dialog mit den Eltern. Wichtig ist auch das qualifizierte Personal, das es in den heimischen Kindertagesstätten dankenswerterweise gibt, das eine wichtige Funktion erfüllt. Die Angebote, die in den heimischen Kindertagesstätten bezüglich Öffnungs- und Betreuungszeiten und anderem mehr gemacht werden, sind unterschiedlich. Nicht jede Kindertagesstätte muss im Übrigen das gleiche anbieten. Aus Sicht der CDU sollte man den Eltern die Arbeit durch einen sogenannten „Kita-Navigator“ erleichtern. Damit ist es Eltern im Grunde genommen per Mausklick möglich, im Internet den richtigen Betreuungsplatz für ihr Kind zu finden. Die meisten werden ohnehin den Kindergarten im eigenen Wohnumfeld nutzen. Aber manchmal gibt es anderswo Angebote, die passgenauer für den eigenen Bedarf sind. Die CDUStadtverordnetenfraktion wird sich diesbezüglich im Wetzlarer Parlament dafür einsetzen.

Lange hat es gedauert, aber vor wenigen Wochen sind nach einer Bürgerbeteiligung Ideen der Öffentlichkeit vorgestellt worden, wie die Bahnhofstraße zumindest partiell aussehen könnte. Die CDU-Fraktion Wetzlar, so Michael Hundertmark, begrüße sehr das Engagement der Bevölkerung. Über 200 Ideen und Anregungen seien insgesamt eingegangen. Alle einte das Ziel, mehr aus der Bahnhofstraße zu machen. 76 sind berücksichtigt worden, 67 teilweise.

Die Stadtverordneten, so Hundertmark, würden im Spätsommer auf der Basis eines Magistratsvorschlages und der Vorschläge der Bürgerbeteiligung zu entscheiden haben, in welche Richtung man gehe. Wichtig sei aus Sicht der CDU, dass die Bahnhofstraße weiterentwickelt werde, denn diese benötige zwingend eine Belebung, auch und gerade als Verbindung zur Altstadt.

„Wir haben“, so Hundertmark, „eine wunderschöne Altstadt, die auch noch stärker frequentiert werden könnte, mit hervorragenden Einzelhandelsgeschäften und individueller Kundenberatung. Zu einem Gesamtkonzept gehört aber, dass auch dieser Bereich wieder attraktiver wird. Ein Beitrag zur Belebung ist beispielsweise der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, wonach ab 2016 die Stadtbibliothek in das ehemalige H&M-Gebäude einziehen soll. Damit gibt es automatisch mehr Besucherverkehr, was zu einer erhöhten Kundenfrequenz führen wird.“