CDU fragt nach: Was gibt es eigentlich in Wetzlarer Kitas zum Essen?

2. Oktober 2025

Wenn von verschiedenen Stellen und besorgten Eltern vermeintliche Missstände herangetragen werden, ist es für uns als Oppositionspartei selbstverständlich, dass wir diesen auf den Grund gehen und durch Fragen an den Magistrat gezielt nachhaken.

Anders als in den Kitas freier Träger, wie beispielsweise der Kita der Lebenshilfe Wetzlar-Weilburg, in deren Essensplänen gelegentlich auch Gerichte wie „Dulges“ und „Schweineschnitzel mit Pommes“ oder „Kartoffelsuppe mit Bockwurst“ zu finden sind, scheinen die Kitas der Stadt Wetzlar weniger „traditionelle Gerichte der deutschen Esskultur“ anzubieten.

In der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung wollten wir deshalb wissen, nach welchen Kriterien die Speisepläne für die städtischen Kindertagesstätten erstellt werden und in welcher Weise dabei auch traditionelle Gerichte der mitteleuropäischen und klassisch deutschen Esskultur berücksichtigt werden. Herr Oberbürgermeister Wagner antwortete und nannte einige Eckpunkte, die bei der Essensplanung berücksichtigt werden. So soll es maximal ein Fleisch- und ein Fischgericht in der Woche geben. Zudem gebe es Tage mit ausschließlich vegetarischen Gerichten. Täglich würden andere Sättigungsbeilagen angeboten. Es gebe täglich Gemüse, Salat oder Rohkost und mindestens zweimal pro Woche Obst sowie Milch oder Milchprodukte. Zudem sei der Zuckergehalt in Nachspeisen und Nachmittagssnacks reduziert. Weiter gab er preis, dass es mindestens einmal Vollkornprodukte, maximal einmal panierte oder frittierte Produkte und maximal einmal Kartoffelerzeugnisse gebe.

Für uns als CDU-Fraktion war seine Antwort, obwohl er einen beispielhaften Speiseplan aus einer städtischen Kita vortrug, dennoch nicht ganz ausreichend. Denn es lassen sich durchaus weitere Kriterien (ausgewogene Nährstoffzusammensetzung, Berücksichtigung von Allergien und Unverträglichkeiten, Berücksichtigung regionaler und saisonaler Produkte, Kosten-Vorgaben z. B. durch Preis-Leistung und Hygiene-Standards, religiöse Vorschriften sowie die kulturelle Vielfalt der Kinder) benennen, die für die Speiseplanerstellung ausschlaggebend sein können und die den Eltern nachvollziehbar und transparent aufzeigen, warum möglicherweise auf spezielle Speisen oder Zutaten verzichtet wird.

Rebecca Viehmann

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